Unter den 27 geprüften Geräten hat sich der Heimwert S20 aus Sicht unserer Tester am überzeugendsten geschlagen. Ausschlaggebend war kein einzelner Spitzenwert, sondern dass er in allen fünf Prüfpunkten ohne erkennbare Schwachstelle blieb – genau daran scheitern die meisten Geräte im Feld.
Druckstärke und Kontrolle Für uns der entscheidende Punkt – und der Grund, warum der S20 an die Spitze gerückt ist. Bei den geschlossenen Geräten im Vergleichsfeld entscheidet die Mechanik, wie fest zugedrückt wird; der Fuß steckt drin und kann nur raus oder drin bleiben. Beim S20 liegt der Fuß offen auf den Rollen. Wie tief die Massage geht, bestimmt man selbst darüber, wie viel Gewicht man auflegt: Fuß locker aufliegen lassen für eine sanfte Behandlung, Ferse durchdrücken für spürbar tiefen Druck im Fußgewölbe. Unsere empfindlichste Testperson konnte das Gerät damit ebenso dauerhaft nutzen wie unser Tester mit Stehberuf, der bei den meisten Geräten „kaum etwas" spürt. Diese Spannweite hat im gesamten Vergleichsfeld kein zweites Gerät erreicht.
Passform und Schuhgröße Getestet an Schuhgröße 37 bis 48. Weil der S20 keine geschlossene Kammer hat, gibt es weder eine Obergrenze nach oben noch ein Nachsehen bei kleinen Füßen: Der Fuß liegt auf, statt eingeschoben zu werden. Genau hier fielen im Vergleichsfeld die meisten Geräte auf – bei mehreren Modellen drückte der hintere Rand bereits ab Größe 44 gegen die Ferse. Auch breite Füße und ausgeprägte Hohlfüße waren beim S20 kein Thema, weil sich die Auflagefläche dem Fuß anpasst und nicht umgekehrt.
Wärmeleistung Die Wärme war in unseren Durchgängen nach unter zwei Minuten deutlich spürbar und blieb über die gesamte Anwendungsdauer konstant. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber der Punkt, an dem im Vergleichsfeld am häufigsten enttäuscht wurde: Bei zwei Geräten mussten wir nach zehn Minuten die Hand auflegen, um überhaupt sicher zu sein, dass die Heizung läuft. Wer wegen chronisch kalter Füße kauft, merkt diesen Unterschied am ersten Abend.
Lautstärke Der S20 arbeitet ohne Luftkompressor – bauartbedingt entfällt damit das Pumpgeräusch, das bei Geräten mit Luftkammern entsteht. Der Betrieb war in unseren Durchgängen leise genug, um sich im selben Raum in normaler Lautstärke zu unterhalten und fernzusehen. Für uns ein Punkt, der im Alltag mit darüber entscheidet, ob ein Gerät abends überhaupt eingeschaltet wird.
Abgedeckte Zonen, Hygiene und Verarbeitung Die Rollen erreichten in unseren Durchgängen Fußsohle, Ferse und Fußgewölbe vollständig – auch die Achillessehne, die bei geschlossenen Geräten grundsätzlich außen vor bleibt. Dreht man das Gerät, lassen sich damit auch Waden und Unterschenkel behandeln; ein Punkt, der in Nutzerberichten regelmäßig vermisst wird. Die Kontaktfläche lässt sich abwischen, es gibt keinen Stoffinnenraum, in dem sich Schweiß und Geruch festsetzen – relevant, sobald mehrere Personen im Haushalt das Gerät nutzen. Das Gehäuse gab auch unter vollem Körpergewicht nicht nach, auf Fliesen blieb das Gerät stehen, statt wegzurutschen.
Fazit Platz 1 geht aus unserer Sicht verdient an den Heimwert S20. Nicht, weil er in einer einzelnen Disziplin herausragt, sondern weil er in keiner der fünf kritischen Kategorien schwächelt – und weil er die zwei häufigsten Rückgabegründe des gesamten Marktes konstruktiv nicht haben kann: Er kann die Ferse nicht zerdrücken, und er kann für keine Schuhgröße zu klein sein. Genau das entscheidet darüber, ob ein Fußmassagegerät jeden Abend benutzt wird oder nach zwei Wochen im Schrank verschwindet.